Digitalisierung der
Bildung Post-Corona

Denkimpuls der Initiative D21 „New Normal“

Die erste Welle brachte zum ersten Mal geschlossene Schulen und die Frage, wie soll das gehen. Vorbereitet auf dieses Szenario war in Deutschland niemand. Das kann man ganz pauschal einfach so stehen lassen. Für uns als Eltern haben wir Lage in einem Home-Schooling-Level festgehalten und über die Monate hinweg gefragt, wie sich das nach und nach geändert hat.

Eltern, Lehrer:innen und Schüler:innen versuchten sich im ersten Lock-Down noch im prakmatischen irgendwie. Dann kamen die ersten Ferien und die Hoffnung, wenn das nochmal passiert, werden wir besser vorberietet sein. Was vielerorts folgte, war im 2. Lock-Down dann jedoch Frust und große Enttäuschung. Scheinbar geändert hatte sich lediglich die Begrifflichkeit. Home-Schooling hieß nun Distanzlernen. Und Distanzlernen war plötzlich Pflicht. Die Schulpflicht bloß nicht aussetzen, an die Bildungspflicht wagte sich jedoch niemand ran. Und so gab es Tools, Clouds, fehlende Endgeräte. Viel-kommunizierende und gar nicht kommunizierende Lehrer:innen. Es gab Internet- und vor allem Druckerprobleme. Es gab mutige, die ausprobierten und von ängstlichen Datenschützer:innen zurückgepfiffen wurden. Am Ende blieb nun ein Gefühl hängen: Deutschland hat bei digitaler Bildung keine Strategie und keinen Plan. Das Verständnis, was das überhaupt ist, ist zu vielfältig zu ungleich und leider auch zu infundiert.

Die Initiative D21 hat heute am 17. Juni 2021 einen Denkimpuls „#D21New Normal – Zukunft der Bildung“ herausgebracht. Darin werden zwei Szenarien beschrieben:

  1. Worst-Case: Zurück zur alten Normalität – Der Digitalisierungsrückstand verliert wieder seine Bedeutung in der Bildung
  2. Best-Case: Der Digitalisierungsdruck wird aufrechterhalten und es wird alles getan, dass Deutschland hier endlich voran kommt.

Im Papier zu finden sind 8 Themenschwerpunkte, die es braucht, um den Best-Case zu erreichen. Dazu gehören:

  1. Lehrkräfteaus- und Fortbildung
  2. Medienkompetenz bei Schüler:innen
  3. Verlässliche schulische IT-Infrastruktur und Professionalisierung des IT-Supports
  4. Positive Schulentwicklung in Bund, Land und Kommune
  5. Transparenz und Sicherheit bei Inhalten
  6. Förderung von Chancengleichheit und Partizipation
  7. Datenschutzsichere Bildung
  8. Gesetzliche Rahmenbedingungen

Die Komplexität all dieser Themen ist ohne Frage gewaltig. Schon allein, weil hier Bund, Länder und Kommunen eine gemeinsame Linie entwickeln müssen über unterschiedlichste Parteiinteressen und Vorstellungen von Zukunft hinweg.

Jedoch nicht anfangen und im Szenario back to the old normal darf nicht mehr sein. Oder im Sinne von Steve de Shazer „Problem talk creates problems, solution talk creates solution.“ Lasst uns beginnen und fortführen, was im 2. Lock-Down bereits teilweise in erfolgreichen Prototypen gut geklappt hat.

Experte im Bereich digitaler Bildung ist bei uns ...

Björn Stecher

Schlossstraße 7
15711 Königs Wusterhausen

Kontakt aufnehmen
+49 (0)3375 52 62 910